Meine Bilder: Geschichte ohne Worte                     zurück zu Index     x

 

Photographie ist für mich eine Möglichkeit das Leben festzuhalten und darzustellen. Ich kann in meinen Bildern ausdrücken, was für mich wichtig ist. Im Laufe der vielen Jahre, in denen ich photographiere, habe ich meine eigenen Vorstellungen über Bilder entwickelt. Ein gutes Photo muss in erster Linie interessant sein. Es soll beim Betrachter Neugierde wecken, zum Nachdenken anregen oder eine Geschichte erzählen. Technische Perfektion, kompositorische Gestaltung und die meisten anderen formalen Kriterien, die angeblich ein gutes Bild ausmachen, sind für mich sekundär. Ein Bild ist gut, wenn es mir gefällt und wenn es auch noch anderen gefällt, um so besser.

Meine Themen finde ich in meinem unmittelbaren Umfeld und auf Reisen. Neben Objekten, Experimenten, Natur und Landschaft fasziniert mich die Streetart, also durch Straßen schlendern, Szenen beobachten, Eindrücke sammeln und Bilder machen. Die interessantesten fotografischen Objekte sind Menschen und Szenen mit Menschen. Auch die vergängliche Straßenkunst in Form von Schaufenstern, Graffitti, Aufklebern oder Plakaten interessieren mich, besonders in den Stadien ihres Zerfalls. Als Motive ziehe ich das Zerfallene, das Morbide, den Schrott den schönen und perfekten Motive vor, ganz zu Schweigen von Postkartenansichten oder wunderschönen jedoch nichtssagenden  nullachtfünfzig Photos.

In vielen Fällen sind schwarz-weiß Bilder die bessere Wahl, da die Farbe weniger vom Inhalt ablenkt und die Bildkomposition besser zum Ausdruck kommen kann. Meistens können Bildsequenzen (früher Diashows, jetzt Beamershows), mit passender Musik unterlegt, mehr ausdrücken als Einzelbilder. Für meine Art der Photographie bieten die heutigen digitalen Aufnahme- Bearbeitungs- und Wiedergabetechniken die besseren Möglichkeiten. Daher arbeite ich fast nur noch digital. Meine älteren analogen Bilder scanne ich für die Weiterverarbeitung und Anwendung ein. Die eigene Dunkelkammer, die für Schwarz-Weiß-Photographie und anspruchsvolle Bildbearbeitung unerlässlich ist, wurde durch Computer, Photoshop und einen guten Drucker ersetzt.

Meine erste Kamera war eine Akarette. Dann in der analgon Zeit für viele Jahre die Konica T, eine sehr gute Spiegelreflex, sowie die Rollei 35S und die Mittelformatkamera Zenza Bronica SQA. Jetzt photographiere ich mit der Canon 5D II, der Canon 350D und der Canon Powershot G11.

 

Meine Texte: Geschichten von Sex, Crime und Reisen

Meine Geschichten drehen sich oft um die Themen Sex, Crime und Reisen. Ich versuche sie kurz zu halten, auf das Wesentliche zu beschränken. Ich mag nichts Überflüssiges und Wiederholungen werden möglichst vermieden. Im Mittelpunkt steht eine zusammenhängende Handlung, weniger die Entwicklung von Menschen oder die Beschreibung von Stimmungen und Orten. Ich vermeide in der Regel die direkte Rede, da sie zum Schwafeln verführt. Die Personen bleiben anonym, die Protagonisten sind oft nur ein „er“ eine „sie“. Es werden auch keine genauen Ort- und Zeitangaben gemacht. Der Phantasie des Lesers soll ausreichend Raum gegeben werden.


Sex ist ein beherrschendes Elemente im Leben der Menschen. Ohne Sex keine Evolution, ohne Evolution keine Menschen, ohne Menschen keine Geschichten. Die Gesetzmäßigkeiten der Biologie gelten für alle Lebewesen, auch für Menschen. Sie erklären den hohen Stellenwert des Sexuellen in unserem Leben. Sex ist im Interesse der Natur und daher es ist kein Wunder, dass er auch in unserem Alltag, in der Kunst, den Medien, der Werbung ein dominantes Thema ist. Er wird oft unterdrückt, verschwiegen und ignoriert, aber andererseits auch überbetont, plakativ, primitiv oder pornografisch dargestellt. Tatsache ist, dass Sex ein wichtiges und ein interessantes Thema ist. Meine Geschichten werden aus der Sicht eines Mannes erzählt. Sie handeln von Erwartungen, Träumen, Wünschen oder Enttäuschungen. Es sind zum Teil eigene Erlebnisse, vielleicht auch eigene Wünsch, die hier zum Ausdruck kommen. Die meisten Geschichten der Kategorie „Männerphantasien kommen aber aus meiner Phantasie.


Den zweiten Themenkomplex nenne ich Crime oder Fatalitäten. Es sind keine Kriminalgeschichten mit Täter und Opfer, Spannung und Auflösung, Verbrechen und Sühne. Sie beschreiben fatale Situationen, unerwartete Ereignisse und Entwicklungen, Geschehen, die „dumm gelaufen“ sind. Auch das Gebiet Crime hat eine dominante Position in der Literatur und im Film. Es gibt unzählige Kriminalfilme und Kriminalgeschichten, die eifrig konsumiert werden und man wundert sich, dass immer noch was Neues entsteht, obwohl letztlich immer wieder dieselben Konstellationen, Täter, Opfer, Detektive, Tatumstände und Lösungen beschrieben werden. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, sich wohlig in seinen Sessel zurück zu lehnen und fatale Situation zu genießen, die andere erleben.


Schließlich das dritte Thema - Reisen. Es ist bestimmt schwieriger etwas Neues, Interessantes, Ungewohntes in der vertrauten alltäglichen Umgebung statt auf Reisen zu finden. In der Fremde fallen einem mehr Dinge auf als zu hause und man betrachtet die Umwelt mit mehr Neugier. Meinen Reisebeschreibungen sind keine Reiseführer. Ich stelle eigene Erlebnisse dar und das, was mir aufgefallen ist. Manchmal mag das belehrend klingen, dies lässt sich nicht ganz vermeiden, wenn man den Hintergrund zur Kenntnis bringen will.