Ciclon in Baracoa

Erst am nächsten Morgen erfahren wir, dass sich ein ciclon, der Wirbelsturm Tomas, auf die Stadt zu bewegt. Wir hätten wohl noch genügend Zeit gehabt, die Gefahrenzone zu verlassen, wenn wir sofort unsere Sachen gepackt und aufgebrochen wären, aber ich bin ja hierher gekommen, um die Gegend kennen zu lernen. Also bleiben wir. Es wird ja schon nicht so schlimm kommen und außerdem tun mir ein paar ruhige Tage an einem abgeschiedenen Ort ganz gut. Das hätte wohl auch so sein können, aber die Umstände sind nicht danach, denn in der Nacht beginnt der große Regen. Es regnet in den folgenden drei Tagen stundenlang in Strömen. Viele Straßen in der Stadt sind überflutet, die Landstraße entlang der Küste ist wegen Hochwassers und die über die Berge nach Guantanamo wegen Erdrutschgefahr gesperrt. Man kann die Stadt weder verlassen noch erreichen.

 

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